Ahnenurgroßeltern (13x Urgroßeltern)

 

  1. Johannes Anschütz, Religion ev,
    * um 1500 in Mehlis (Zella-Mehlis),
    † nach 1540 in Mehlis (Zella-Mehlis).
    wird 1529 im Erfurter Geleitsregister als Mehliser Einwohner erwähnt.

                             Kinder:

16976.i   Johannes Anschütz * um 1540, † nach 1575.

 

  1. Wilhelm de ober Schabbehardt,
    * vor 1556 in Steinhagen (Nr. 3), † in Steinhagen (Nr. 3),
    wohnhaft 1550 in Steinhagen (Nr. 3).
    Anerbe und Colon.
    Nennung des Hofes unserer Vorfahren im Ravensberger Urbar von 1556, ist dem Herrn Franzen dem Wede eigen , verheiratet mit Anna von Oer zu Crassenstein; Sohn des Adrian von Wendt und Anna von Nagel, Ehe geschlossen 1498 in zu Crassenstein. Adrians Vater war Lubbert der II von Wendt, gestorben 1508, verheiratet 1468 mit Margarethe von der Recke, Sohn des Lubbert von Wendt dem ersten und seiner Ehefrau Ermgard von Palsterkamp, zweite Frau ist Schweders von dem Busche Tochter. Lubbert der erste von Wendt zahlt 1411 6000 Goldgulden für Güter in Diestedde und Crassenstein. Lubbert der erste hat noch einen Sohn Otto, Gründer der Linie von Wendt zu Holtfeld, durch Heirat mit Meta Todrank, Erbtochter auf Schloss Holtfeld. Otto verstarb 1459 auf Schloss Holtfeld. . Sein Sohn Lubbert III. von Wendt erbte das Wasserschloss Holtfeld. Er war verheiratet mit Anna von Warendorp vom Wasserschloss zu Milse. Die Eltern von Lubbert dem ersten waren Heinrch der erste von Wendt verlobt Dez 1330 mit Agnes von Stromberg, Tochter Heinrich des IV von Stromberg.
    Großer Stammbaum im Internat zu Crassenstein Von Erich-Werner Brüggemann, Schloss Crassenstein in Wadersloh Diestedde
    Es ist dies ein Verzeichnis der dem Landesherrn zinspflichtigen Höfe und Ländereien der Grafschaft Ravensberg, auf Pergament, auch für den Laien gut leserlich geschrieben. Es heisst auf Blatt 252 :
    Laufende Urbar Nr.862. Wilhelm de Ober Schabbehardt gehoret Frantzen dem Wende eigen mit wief und kindern. Hait von Meinem Gnedigen Hern nichts dann eine marckewisch. Gibt Meinem Gnedigen Hern davon 3 schillinge. Wilhelm de ober Schabbehardt, Neder-Steinhagen Leistete Abgaben an die Familie von Wendt
    ANNO 1550 dokumentiert in einer vorliegenden Urkunde an wen der Bauer Abgaben in Form von Geld, Naturalien oder Leiharbeit zahlen oder leisten musste. Dieses Dokument heisst : Urbar der Grafschaft Ravensberg.

                             Kinder:

17936. i   n.n. Oberschabbehard * 1560.

 

  1. n.n. Paul,
    † <1600.
    Er heiratete Catharina Osterburg.

                             Kinder:

20492.i   Hans Paul * um 1565, † >1622.

 

  1. Catharina Osterburg.
    Sie heiratete (1) n.n. Paul.
    Sie heiratete (2) Hans Sporleder.

 

  1. Veith Heinrich,
    * um 1540 in Welsleben (Bördeland),
    † um 1593 in Welsleben (Bördeland),
    Beruf Ackermann.
    1569 wurde er aus dem Erbe seines Vaters mit 3 Morgen Grasland und 1 Wohnhof zu Welsleben belehnt.Er besaß 1 Hufe, Lehn des Domkapitel Magdeburg, die er versetzt hatte, eingelöst 1594 von seiner Witwe und ihrem Sohn. Diese Hufe teilte er auf und vererbte je 1Viertel Land, Lehn des Amtes Egeln, an seine Schwiegersöhne Albrecht Lange, Hans Paul, Drewes Berger und seinen Sohn Veith Heinrich, letzterer verkaufte an Hans Paul. Er besaß auch 1 Hufe, Lehn des Stifts St. Peter und Paul, mit dem 1599 sein gleichnamiger Sohn belehnt wurde, der den Acker sofort versetzte.
    1582 wurde er mit 2 Viertel und ½ Hufe belehnt, die vorher sein Bruder Lucas zu Lehn hatte. Er erwarb den Acker nach dessen Tod von der Witwe.1581 belehnt mit ½ Hufe, Lehn des Kloster ULF, auf Schwemmer Flur vor Atzendorf, die seine Frau Catharina Düsing geerbt hatte. Ihres Bruders Joachim Düsings Erben stimmten zu. Diese ½ Hufe erbte sein gleichnamiger Sohn.1585 wurde er noch mit 1 Viertel, 1588 mit 3 Morgen, einer Wurth, einem Wohnhof und 2 Morgen Grasland belehnt.1594 versetzt Catharina Düsing, Witwe des Veith Heinrich 1 Hufe, Lehn des Amtes Egeln, mit ihren beiden Söhnen Henning und Veith für 200 Taler.1569 war er Vormund mit Hans Mittag für die nachgelassenen Kinder des Dictus Michaelis in Welsleben.Im September 1593 war er tot, sein Sohn Henning wurde als Lehnsträger mit seinem Acker des Domkapitel belehnt.
    23.9.1602 Kaufbrief zwischen Dreas Börger zu Barendorf und Hansen Paull zu Atzendorff umb ein Viertell Landes vor Atzendorff Catharina Heinrich, Ehefrau des Andreas Börger, Tochter des Veit Heinrich Hans Paull, der Schwager von Andreas Börger
    Er heiratete Catharina Düsing, um 1565 in Welsleben (Bördeland).

                             Kinder:

                          i   Margarethe Heinrich * um 1570.

                         ii   Henning Heinrich * um 1575.

                        iii   Veith Heinrich * um 1580.

                       iv   Catharina Heinrich.

                        v   Emmele Heinrich.

20493.vi   Magdalena Heinrich * um 1570, † um 1612.

                       vii   Barbara Heinrich.

 

  1. Catharina Düsing,
    * um 1545 in Welsleben (Bördeland),
    † >1616 in Welsleben (Bördeland).

 

  1. Caspar Lücke,
    * um 1545 in Groß Ottersleben (Magdeburg),
    † vor 1588 in Osterweddingen (Sülzetal),
    Beruf Ackermann (in Osterweddingen),
    wohnhaft in Osterweddingen (Sülzetal). Hof Nr. 31.
    Er heiratete Margarethe Grabau, um 1570 in Osterweddingen (Sülzetal).

                             Kinder:

21233. i   Engel Lücke * um 1580/85.

 

  1. Margarethe Grabau,
    * um 1550 in Diesdorf. .
    Sie heiratete (1) Caspar Lücke, um 1570 in Osterweddingen (Sülzetal).
    Sie heiratete (2) Paul Herbst, 27.6.1588 in Osterweddingen (Sülzetal), Beruf Ackermann.

 

  1. Hans Freytag, Religion ev,
    * um 1470 in Dodendorf (Sülzetal),
    † 1555 in Dodendorf (Sülzetal) (kurz vor 13.5.1555), 
    Beruf Ackermann (2.6.1500 mit dem väterlichen Ackergut und 4 Hufen erstmals belehnt, desgleichen am und 1544. Daneben besaß er noch ein Ackergut in Welsleben, zu dem etwa 3/4 Hufen Zinsacker und 2 Hufen Mannlehn gehörten. Möglicherweise ist dies der Stammhof der Familie Freytag. Zeitweise dürfte er diesen Hof zusätzlich zu dem in Dodendorf selbst bewirtschaftet haben, 1542 war er sogar Kirchvater in Welsleben. 1531 schließt er mit Hans Helwig einen Wiederkaufvertrag über eine Hufe in Dodendorf, 1533 über eine weitere Hufe für 60 Gulden, die Hans Freytag selbst nutzen will, und mit der er, nachdem kein Rückkauf erfolgte, 1537 selbst belehnt wird. 1532 gibt er Drews Flogel ein Darlehn von 10 Gulden gegen einen halben Gulden jährliche Zinsen, 1533 Ankauf eines Viertel Landes vor Dodendorf von Hans Hoff und dessen Frau Sanna, 1543 Belehnung mit zugekaufter 1/2 Hufe vor Klein Ottersleben, lieh 1543 der Magdeburger Ratsfamilie Harkstroh 40 Gulden Geld gegen Überlassung der Pachteinnahmen aus 2 Hufen vor Bahrendorf.
    Er erwarb von den Erben des Kersten Slavenitz 5 Hufen Erbzinsacker und wurde damit am 3.11.1544 belehnt. Dadurch vergrößerte sich die zu seinem Hof gehörende Ackerfläche auf 10 3/4 Hufen, etwa 320 Morgen. 1545 kauft er eine weitere halbe Hufe von Peter Kleindienst hinzu. Lieh 1546 Statius Herbst 45 Gulden gegen Pacht aus 1/2 Hufe vor Osterweddingen. 1549 kauft er zwei Hufenauf Othmersdorfer Feld von den Erben des Hans Borchard. Außerdem hatte er kurz vor 1555 den wüsten Kossatenhof des hans Stein (+1548) in Dodendorf von dessen Erbnehmer Drewes Hoff gekauft und durch Ausstattung mit 4 Hufen Acker zu einem kleinen Ackerhof gemacht, den er seinem Sohn Hans überließ. 13.5.1555 Belehnung der Erben.).

                             Kinder:

                          i   Drewes (Andreas) Freytag * um 1510, † um 1550.

21320.ii   Hans Freytag * um 1510/15, † zw. 1586/1588.

                        iii   Margarethe Freytag * um 1525, † 1561/62.

 

  1. Mattheus Meyer,
    * um 1490 in Biere (Bördeland),
    † >1567 in Biere (Bördeland),
    Beruf Ackermann, Kirchvater. Er wird 1521 im Zinsregister der Dompropstei mit Ackerbesitz in der Wüstung Mörtz bei Eickendorf erwähnt. Er besaß 1544 und 1553 Lehnacker in der Wüstung Ickeling bei Biere von der Äbtissin in Quedlinburg, darunter 1 Hufe Kirchenacker. 1567 zahlte er für Pachtacker Kornzehnt an die von Eichen in Bernburg. Er heiratete n.n., um 1515.

                             Kinder:

21322.i   Drewes Meyer * um 1515/20, † vor 1581.

                         ii   Mattheus Meyer * um 1525, † vor März 1596.

 

  1. n.n..

 

  1. Drewes Pflugmacher,
    * um 1510 in Eickendorf (Bördeland),
    † zw. 1570/77 in Schönebeck,
    Beruf Ackermann. zuerst in Biere, dann Welsleben, dann Bürger in Schönebeck. Er erwarb in Biere einen Hof, Lehn des Klosters ULF, der 1546 an die Witwe des Drewes Roßkeule ging.Vom Stift Quedlinburg wurde er 1544 mit 2 halben Hufen und 1 Viertel in der Wüstung Plötz, zwischen Biere und Eickendorf, belehnt, 1553 Wiederbelehnung.Um 1545 übernahm er das Ackergut (den Wohnhof) seines verstorbenen Schwagers Jacob Vette in Welsleben, 1555 wurde er mit seiner Frau Catharina Vette vom Domkapitel belehnt.Aus den Belehnungen für seine Kinder bzw. Schwiegersöhne ist bekannt, dass er 1 Viertel Lehn des Domkapitel besaß, das Jacob Mittag bekam und 1 Hufe, Lehn des Klosters ULF, die an seinen Sohn Hans ging.Von seiner 2. Frau erbte er ½ Hufe auf Eilsleber Feld vor Schönebeck, 1 Viertel Land und 2 Gärten auf Plutzer Feld bei Schönebeck, mit der sie schon 1553 beliehen war. Er erhielt auch ½ Hufe, Lehn der Grafen Barby, 1568 über seine Ehe mit Anna Aussenpeutel. Durch seine 2. Ehe verzog er nach Schönebeck, dort Bürger.
    Er heiratete (1) Catharina Vette, um 1530.
    Er heiratete (2) Anna Aussenpeutel, vor 1569 in Schönebeck.

                             Kinder von Catharina Vette:

21323.  i   Margarethe Pflugmacher * um 1530, † >1591.

                         ii   Lorenz Pflugmacher * um 1540, † <1577.

                        iii   Oßwald Pflugmacher * um 1540, † >1608.

                       iv   Hans Pflugmacher * um 1550, † >1622.

                        v   Susanne Pflugmacher * um 1550.

 

  1. Catharina Vette,
    * um 1505 in Welsleben (Bördeland),
    † <Mai 1569 in Welsleben (Bördeland).

 

  1. Marx Hamel,
    * um 1540 in Welsleben (Bördeland),
    † nach 1568 in Biere (Bördeland),
    wohnhaft in Biere (Bördeland).
    Wird lt. Lehnbuch der Grafen zu Barby 1568 als Erbe des Peter Uchtorff mit einem wüsten Hof und 1/2 Hufe auf der Bierer Mark belehnt,
    Er erbte von seinem Halbbruder Peter Uchttorf 2 Viertel, Lehn des Klosters Berge und ½ Hufe und 1 wüsten  Hof, Lehn der Grafschaft Barby. Ein geerbtes Viertel Land verkaufte er an seinen Halbbruder Georg Hamel.Eine ½ Hufe auf Osterweddinger Flur bekam er von seiner Mutter Anna Beyendorf. 1584 klagte er wegen seiner Frau gegen Hans Helwig wegen dessen Frau Barbara Nesemann wegen einer Forderung von 14 Rthlr. Man vergleicht sich.
    Er heiratete n.n. Uchtorff, um 1560.

                             Kinder:

21324.  i   Marx Hamel * um 1560/65, † nach 1596.

                         ii   Cyriax Hamel * um 1565, † nach 1614.

                        iii   Peter Hamel * um 1570, † 1596.

 

  1. n.n. Uchtorff.

 

  1. Joachim Düsing,
    * um 1530 in Welsleben (Bördeland),
    † um 1568 in Welsleben (Bördeland),
    Beruf Ackermann (in Welsleben). 1569 wird der Hof des Joachim Düsing nach seinem Tod beschrieben, Belehnung seiner Witwe Sanna Löde und seiner Söhne Joachim, Drewes und Peter, sowie seiner beiden Töchter Margarethe und Emmele Düsing durch das Domkapitel in Magdeburg. Zum Hof gehörten 3 ½ Hufen Eigenacker, Lehn des Domkapitel, sowie weiterer Acker anderer Lehnsgeber. Nach den Belehnungen zu urteilen hat er den Hof durch seine Frau Sanna Löde erfreit. Von diesen 3 ½ Hufen waren 3 Viertel Mannlehn, damit waren 1569 die drei Söhne des Joachim Düsing belehnt, bei der Wiederbelehnung 1582 war Sohn Joachim bereits tot. Lehnsträger war Drewes Düsing als ältester Sohn.Nach dem Tod von Joachim Düsings Witwe Sanna Löde erfolgte eine Erbteilung des Hofes.Es erhielt: 1. Der zweite Mann der Sanna Löde - Peter Helling - 2 Viertel Acker vor Welsleben. 2. Drewes Freytag verheiratet mit N. Düsing insgesamt 1 Hufe und 7 Morgen.  3. Joachim Holzhausen zu Stemmern verheiratet mit N. Düsing 1 Hufe.  4. Drewes Düsing in Atzendorf 1 Hufe.  5. Peter Düsing in Welsleben den Hof des Vaters und 3 Morgen Gras. Nach dem Tod seines Stiefvaters Peter Helling 1593 erhielt er noch 1 Viertel von ihm.  Drewes und Peter Düsing, Peter Helling und Drewes Freytag erklären Verzicht auf alle Rechte der jeweils anderen Erben.
    Er heiratete Sanna Löde, um 1555 in Welsleben (Bördeland).

                             Kinder:

21360.  i   Drewes Düsing * um 1550, † um 1614.

                         ii   Catharina Düsing * um 1555, † nach 1599.

 

  1. Sanna Löde,
    * um 1530 in Welsleben (Bördeland),
    † um 1588 in Welsleben (Bördeland).
    Sie heiratete (1) Joachim Düsing, um 1555 in Welsleben (Bördeland).
    Sie heiratete (2) Peter Helling, um 1569 in Welsleben (Bördeland), * um 1525 in Welsleben (Bördeland), † <1586 in Welsleben (Bördeland).

 

  1. Matthias Meseberg.

                             Kinder:

21361. i   n.n. Meseberg.

 

  1. Moritz Bertram,
    * um 1520 in Großmühlingen (Bördeland),
    † nach 1580 in Großmühlingen (Bördeland),
    Beruf Ackermann. Er übernahm um 1545 den väterlichen Ackerhof, da sein jüngerer Bruder noch zu jung war. 1570 verkauft er seinem Bruder Peter den Hof für 400 Taler. Am 12.12.1565 werden er und sein Bruder Peter jeweils mit 1/2 Hufe aus dem Erbe ihrer Großmutter, Bartel Trübecken nachgelassenen Witwe belehnt.
    Er heiratete Susanne Burkhardt, um 1540 in Großmühlingen (Bördeland).

                             Kinder:

21362.  i   Thomas Bertram * um 1543, † 1.10.1597.

                         ii   Osanna Bertram * um 1545, † vor 1590.

 

  1. Susanne Burkhardt,
    * um 1520 in Großmühlingen (Bördeland).

 

  1. Achim Burchardt,
    * um 1515 in Großmühlingen (Bördeland),
    † <1570 in Großmühlingen (Bördeland).
    Er heiratete n.n., um 1540.

                             Kinder:

21363. i   n.n. Burchardt * um 1545, † Jan. 1600.

 

  1. n.n..

 

  1. Heinrich Weferling,
    * um 1540,
    † um 1603 in Unseburg (Bördeaue).
    Er heiratete Emerentia Kückelhahn, um 1565 in Unseburg (Bördeaue).

                             Kinder:

21370. i   Henning Weferling * um 1565, † 18.9.1626.

 

  1. Emerentia Kückelhahn,
    * um 1545 in Unseburg (Bördeaue),
    † >1615 in Unseburg (Bördeaue).

 

  1. Claus Schnock,
    * um 1535 in Atzendorf (Staßfurt),
    † vor 1593, Beruf Ackermann (in Atzendorf).
    Levins älterer Sohn Claus  muss etwa 1560 geheiratet und um diese Zeit auch ein größeres Ackergut in Ätzendorf übernommen haben (bei Carstedt Nr. 47). Es lag Nahe dem Staßfurter Tor.
    Wie bereits berichtet, wurde nach dem Tode des letzten alleinigen Inhabers des Atzendorfer Freigutes Levin Schnock um 1570 der beim Hof liegende Lehnacker innerhalb einer Erbengemeinschaft unter dem älteren Sohn Claus und dem unmündigen Sohn Andreas des verstorbenen Bruders Marcus geteilt. Als Lehnsältester dürfte  Claus die Familie Schnock bei amtlichen Angelegenheiten vertreten haben. In den Lehnbriefen des Freigutes in Welsleben erscheinen die Atzendorfer Lehnsvettern in den Jahren 1571-1595 mit dem Vermerk: Clausen Schnock und seine Brüder, Lewin Schnocks zu Atzendorf nachgelassene Söhne (Rep. A 3 c Tit. IV Nr. 7 b, fol. 17, 56 u. 86). Außer dem verstorbenen Bruder Marcus sind uns keine weiteren Brüder des Claus bekannt geworden. Falls solche existiert haben sollten, dürften sie sicherlich außerhalb Atzendorfs gewohnt haben.
    Claus, geb. etwa 1535, gest. wahrscheinlich vor 1593, entgegen der Erwähnung bei der 1595 erfolgten Belehnung in Welsleben. 1593 verstarb seine Frau und vererbte Acker aus altem Schnock'schen Familienbesitz in Altenweddingen. Claus besaß eine größere Ackerwirtschaft (Hof 47) in Atzendorf in der Nähe des Staßfurter Tores. Er muss um 1560 durch Heirat oder Kauf in ihren Besitz gelangt sein. Seiner Ehe entstammten fünf Söhne und etliche Töchter:.
    Er heiratete n.n., um 1560.

                             Kinder:

                          i   Margarethe Schnock * um 1555.

                         ii   Peter Schnock * um 1560, † 1613.

                        iii   Marcus Schnock * um 1560, † >1602.

                       iv   Claus Schnock * um 1562, † 1636.

                        v   n.n. Schnock * um 1565/70.

                       vi   Georg Schnock * um 1565, † nach 1622.

                       vii   n.n. Schnock * um 1570/75.

21480.viii   Andreas Schnock d. Ältere * um 1570, † um 1623.

 

  1. n.n.,
    † 1593.

 

  1. Joachim Freytag, Religion ev,
    * 9.1.1537 in Dodendorf (Sülzetal),
    † nach 16.8.1616 in Üllnitz (Staßfurt) (vor 14.3.1618),
    Beruf Ackermann (1573 erstmals in Üllnitz genannt, 1583 mit einer halben Hufe auf Ottmersdorfer Feld vor Dodendorf belehnt, die ihm sein Vater Hans als Aussteuer überlassen hat. Urk. 1585, 89, 91, 1608, 09, 15, 16 als Richter zu Üllnitz. Erhielt 1589 nach dem Tod des Vaters bei der Erbteilung 26 Morgen Acker in Welsleben und 1 Hufe 1/2 Viertel Landes (ca. 34 Morgen) in Dodendorf, außerdem 1 Hufe auf Ottmersdorfer Mark. Kaufte 1594/95 200 Holzriegel in Calbe, im gleichen Jahr verkaufte er in der Stadt zwei lichtbraune Hengste. 1603 als "der alte Freitag in Üllnitz" in den Stadtrechnungen von Calbe. Wird nach dem 1608 erfolgten Tod seiner Schwester Margarethe und seines Schwagers Mattheus Meyer dessen Hof in Biere belehnt, mit dem er seinen ältesten Sohn Jochim ausstattete, während der jüngste Sohn Jacob den väterlichen Hof in Üllnitz bekam (dort 1624 nachweisbar).), Beruf 1608-1616 Richter (in Üllnitz). 1567 war er Zeuge bei der Ehestiftung seines Vaters, 1573 erstmals in Üllnitz genannt. 1583 wurde er mit ½ Hufe auf Ottmersdorfer Flur vor Dodendorf belehnt, Aussteuer vom Vater Hans Freytag. Nach dem Tod des Vaters 1589 erhielt er bei der Erbteilung 26 Morgen in Welsleben und 1 Hufe ½ Viertel in Dodendorf und 1 Hufe auf Ottmersdorfer Flur. 1591 als Lehnsträger vom Domkapitel mit 1 Grasewiese vor Welsleben - Mannlehn - belehnt.Nachdem seine kinderlose Schwester Margarethe und ihr Mann Matthias Meyer verstorben war, erbte er 1608 dessen Hof in Biere, mit dem er seinen ältesten Sohn Jochim ausstattete, während der jüngste Sohn Jacob den väterlichen Hof in Üllnitz erhielt.
    Zeuge von:  Hans Freytag & n.n. Heirat  14.05.1567  Sülzetal-Dodendorf
    Zeuge von:  Mattheus Freytag & Gertrud Hamel Heirat  16.8.1616  Sülzetal-Dodendorf.
    Er heiratete n.n., um 1565.

                             Kinder:

                          i   Jochim Freytag * um 1565/70, † nach 1642.

                         ii   Sanna Freytag * um 1570, † nach 5.6.1622.

21482.iii   Peter Freytag * um 1565/70, † 1641.

                       iv   Mattheus Freytag * um 1570/90, † >1616.

                        v   Jacob Freytag * um 1580/90, † um 1595.

 

  1. n.n.,
    * um 1535 in Dodendorf (Sülzetal),
    † 16.8.1616 in Üllnitz (Staßfurt)

 

  1. Andreas Storm, Religion ev,
    * um 1565 in Brumby (Staßfurt),
    † >1626,
    Beruf Ackermann, Kirchenältester,
    Besitzer war damals Georges Storm, dem sein Sohn Andreas Storm, dessen Namen im großen Kriege als Kirchenältester auftaucht, folgte. Dieser Andreas Storm hatte eine Tochter aus erster und einen Sohn aus zweiter Ehe.
    Er wird in dem überlieferten Kirchrechnungsbuch der Gemeinde Brumby ab 1590 genannt, zahlte der Kirche Ackerzins für ½ Hufe und einen Garten.16 1592 wurde er zum Kirchenvorsteher gewählt  und stiftete 12 Groschen zur Decke über die Taufe.17 1605 war er im Besitz von 2 ¾ Hufen in Brumby, die vorher Hans Leitzke gehörten, Lehn der Obedienz Güsten und von 1 Viertel, die vorher Claus Altenstein besaß.18 1608 wurde er mit 6 Morgen und 1 Viertel in Förderstedt belehnt, den seine Frau Barbara Heydecke von ihrem Vater Ludolf Heydecke in Zens geerbt hatte, der damit am 09.08.1605 beliehen war.19 1615 von dem Bürgermeister Johann Martin Alemann mit ½ Hufe belehnt, geerbt vom Vater Georg Storm.20Er heiratete im hohen Alter zum zweiten Mal. Seine zweite Frau teilte 1664 den Hof des Andreas Storm von 6 Hufen gleichmäßig auf ihren Sohn Andreas Storm und Moritz Bertram auf.21 Moritz Bertram war verheiratet mit Margarethe Freytag, einer Tochter des Peter Freytag und seiner Frau Maria Storm, einer Tochter des Andreas Storm aus seiner ersten Ehe.
    Er heiratete (1) Barbara Heydecke, um 1590,
    Er heiratete (2) n.n., <1632.

                             Kinder von Barbara Heydecke:

21483. i   Marie Storm * um 1590, † 1641.

                             Kinder von n.n.:

                         ii   Andreas Storm d.J. * Dez. 1632, † 8.2.1697.

 

  1. Barbara Heydecke, Religion ev,
    * um 1570 in Zens (Bördeland),
    † in Brumby (Staßfurt).

 

  1. Jacob Peters, Religion ev,
    * um 1570 in Förderstedt (Staßfurt),
    † um 1611/12 in Förderstedt (Staßfurt), 
    Beruf Ackermann,  Richter (in Förderstedt).
    Er heiratete Susanne Bertram, um 1590.

                             Kinder:

21485.  i   Catharina Peters * um 1595, † vor 1651.

                         ii   Sebastian Peters * 1600.

                        iii   Christoph Peters * um 1605, † 24.1.1673.

 

  1. Susanne Bertram, Religion ev,
    * um 1570 in Großmühlingen (Bördeland),
    † Nov. 1620 in Förderstedt (Staßfurt), begraben 6.11.1620 in Förderstedt (Staßfurt).
    am 4.10.1613, Susanne Bertram, Witwe des Jacob Peters, wird mit ½ Hufe beliehen, Vorbelehnung 1598.
    Sie heiratete (1) Jacob Peters, um 1590.
    Sie heiratete (2) Daniel Stüning, 30.11.1612 in Förderstedt (Staßfurt) (Daniel Stüning und Susanne Bertram nach christlichem Gebrauch ehelich getraut), Religion ev, * um 1585 in Förderstedt (Staßfurt), begraben 3.6.1636 in Förderstedt (Staßfurt), Daniel: Daniel Stüning verkauft am 1.12.1621 Acker in Förderstedt an Heinrich Bertram, Förderstedt, dem Ehemann seiner Stieftochter Catharina Peters.

 

  1. Moritz Zerbstmann, Religion ev,
    * um 1540 in Kleinmühlingen (Bördeland) (auch Zens genannt),
    † 11.11.1599 in Kleinmühlingen (Bördeland) (etwa 49 Jahre alt), 
    Beruf Ackermann, Richter, Schöppe.
    30.4.1591 Heute dato ist im Ambte geclaget worden wie das Drebes Stahl Moritz Zerbstmannen beide Wonhaftig Zue Kleinen Mühlingen sich mit einander über dem Batzen in der schencke doselbst Vorunwilliget, Also das ermelter Staell gedachten Zerbstmann mit der Zinnern Kannen ein Blaw Auge geschlagen, Darkegen hat obberürten Stahlen Moritz Zerbstman hinwieder den Bartt Außgerauffet, Ist aber heute im Ambte Vorglichen und ihnen beiden friede gewircket... je 2 Thlr. Strafe ins Amt
    24.5.1593 Erschiene ist Lorentz Bucholtz zu Kleinen Mühlingen mit fernerem fürbringen, Wie das er vor dieser Zeitt Alß Anno 87 zu fortsetzunge seiner Nahrunge Moritzen Zerbstmanne auch daselbsten ein Viertel Landes uf Mühlinger Marcke umb und für Sechstzig Thaler ufeinen rechten bestendigenwiederkauff Vorkaufft unnd Überlaßen, welchs virt. Landes er dann umbbenannte Summa wiederumb eintzulösen gedechte, Weill aber Zerbstman ihme nicht gestehen wollen,... so ist doch über das Alles aus ihren beiden außgeschnittenen Zetteln so sie sich derzeit miteinander unter sich aufgerichtet so viell zubefinden gewesen, daß sölche 60 Thaler nichtanders dann auf einen wiederkauf solches virt. landes Außgetzehlett worden.
    Handelsbuch des Amtes Mühlingen1582-1604

    30.3.1596 erschienen seindt Moritz, Michaell Zerbstman, Vater undt Sohn, undt Drewes Brösell Tochtermann, eines theils, AnthoniusCampe am and. theill. Nachdem sie nun vieljahrhero Inn schwebender Rechtfertigung mit einander gehangen unndt gelegen, dieselbe auch bis zuennde volführet, diweill aber beclagter Campe sich beschweret befunden, das ihn sein Advocat in seiner Rechtfertigung viel vorsehen, derentwegen er dann bedacht gewesen, eine Reconvention Clage wieder obbmeltten Cleger ann Zue stellen, dieweil dann solches Nuhr zuvorspilung geldes unndt Vorderb beiderseits Partten nahrunge gedeien wollte, Als hat unsere Gnedige unndt Hohe Obrigkeit, Graf Jost zue Barby unndt Mühlingen Solches nicht nachgeben wollen, Sondern gnedig bevholen, Nachdem hiebevorrn zu Barby ufm Rahthause zwischen mehr obbenanttenn Partenn Handlung gepflogen unndt ein vortragk aufgerichtet worden, das es bey demselben Vortrage soll bleiben unndt bewendenn.,. Als haben derowegen Clegere mit beclagten in gütlichen Vortragk sich eingelaßen unndt gewilligt, das sie beclagten eine halbe huefe Landesuf der Marck aus Mathes Meyer Seligen nachgelaßenen Güttern wollen wiederumb einreumen unndt zuestellen, dann itzt gedachter Meyer bey seinem leben vonn beclagtes Cotzseßergutte eine Hufe Landes in sein Ackergut geschlagen, davon dochbeclagter die Herrendienste unndt andere Onera thun unndt vorrichten muß, desgliechen kombt auch Campen vonn wegen seiner Mutter 300 Thal. noch zu, dieselben sollen Clegere Entrichten. Zur Erläuterung: Mattheus Meyer hatt die verwitwete Mutter des Anthonius Campe geheiratet, Moritz Zerbstmann muß durch Kauf oder gar durch Heirat in den Besitz des Meyerschen Ackergutes gekommen sein, so daß er gegen die Campe-Nachkommen noch Verpflichtungen hatte, weil Meyer vom Campeschen Kossatengut eine Hufe zu seinem Ackerhof gezogen hatte.
    20.3.1597 Moritz Zerbstmann leiht von seinem Sohne Michell Z. 100 THL. 3.11.1601 Hatt Moritz Zerbstmans Witbe dem Ambte mit Vermeidung der Hüllfe (gerichtlicher Zwang) angelobt und zuegesagt, das ihr Sohn Michael Zerbstmann zwischen dato und künfftigen Ostern der 13 Thalr 6 Gr. versessenen Zinsen uf 110 Thlr. Capitall gewisse und ohne fernern Vertzug Vehig werden solle.
    3.5.1598 Moritz Zerbstman von Kleinen Mühlingen beneben seinem weibe und ihrem Kriegschen Vormundt haben Veranlassung gethan Hansen Reuter daselbsten, wegen des Haus und Hoffes so er ihm eberkaufft undt nuhn zu voller genüge bezahlet. Verzeihen sich hieran aller gehabten Gerechtickeit.
    Pax. 15.1.1600 ist im beysein des H. Ambtmans Cunradi Wintersteins und des H. Richters und Schöppen Moritz Zerbstmanns zue Kleinen Mühlingen HEERGEWETTE erlegt und taxiertworden(Männliche Erbstücke) 1 Pfert 28 Taler 1 Kessel pro 1 Taler 1 Kesselhacken pro 1 Taler 1 Sattel 28 Taler 1 Handtquell pro12 Gr. 1 Schwert 28 Taler 1 Hembt pro 10 Gr. 6 Pfg. 1 Bette pro2 Taler 1 Rogk pro 2 Taler 1 Hauptpföell pro 1 Taler 1 pahr Hosen pro 2 Taler 1 Wammes pro 2 Taler Summa 36 Taler 22 Gr. 6 Pf. 1 Küessen pro 12 Gr. 2 Betlakcken pro 1 Taler 1 Tischlacken pro 12 Gr.

    15.1.1600 Drebes Bocks zue Kleinen Mühlingen Vertrag mit seiner Mutter. Zuegedencken, demnach Moritz Zerbstmann S. seinen Stiefsohne Drebes Bocken zehnjährige Pächte als 15 schfl. Weitzen undt 15 schfl. Rogken von einem halben Viertel Landes, welches bey Winckelmanns Hofe, schuldigworden, das heute dato den 15 Januarii dieses 1600. Jahres ermelter Drebes Bock seiner Mutter itzo gedachte hinderstellige Pächte uf 15 schfl. halb Rogken und halb Weitzen kommen lassen, und ihr also den halben theil in ansehung ihres truebseligen Witbenstandes guettwilliglich verehret und das er hinforder weder seine Vormünder noch seine Mutter derenthalben gelangen wolle.....
    dessen Hergewett gelegt 15. 1. 1600; dazu gehörte 1 Pferd; die haben Oktober 1606 Andr. Baune zum Vormund.  22.10.1606 Andreas Braun ist der Moritz Zerbstmannschen unmündigen Kindern zum Vormunde confirmieret und Caspar Jhanen adjungiret worden

    9.1.1611 Dieweill die Krumreysche zue Klein Mühlingen den Verstorbenen Moritz Zerbstmann s. in der Erden geschmehet, und ausgesprenget, als sollt er vor seim letzen ende sich erhenget und selbsten umbgebrachthaben, und aber Michel Zerbstmann sein Sohn, solches gebuerender weise geeifert, und es, wie billich, bey der hohen obrigkeit clagende gesucht, Sie aber es nicht gestehn viel weniger beweisen können, Als hatt vor offentlichen und gehegtem Landgerichte in Kegenwartt beyder Gemeine (Groß und Klein Mühlingen), sie ihme einen öffentlichen wiederruff und abbitte thun müssen, das sie von seinem Vater und dessen Freundtschafft nichtes den alles guttes wüste.
    Zeuge von:  Andreas Brösel & Martha Nagel Heirat  10.1.1599  Bördeland-Kleinmühlingen
    Zeuge von:  Michel Zerbstmann & Elisabeth Müller Heirat  12.1.1597.
    Er heiratete (1) n.n. Meyer, um 1569 in Zens (Bördeland) (Alter Moritz Zerbstmann 29 Jahre Alter N.N. Meyer 19 Jahre), * 1550. 
    Er heiratete (2) Margarethe Mews, 1590 in Kleinmühlingen (Bördeland) (Alter Moritz Zerbstmann 50 Jahre).

                             Kinder von n.n. Meyer:

                          i   n.n. Schul Zerbstmann.

                         ii   Anna Zerbstmann * um 1569, † vor Juni 1597.

                        iii   Michel Zerbstmann * 1575, † nach 1617.

                       iv   n.n. Zerbstmann * um 1600.

                             Kinder von Margarethe Mews:

22014.v   Hans Zerbstmann * um 1590, † >1627.

                       vi   Catharina Zerbstmann * um 1590.

 

  1. Margarethe Mews, Religion ev,
    * um 1560 in Schönebeck,
    † >1610.
    3.11.1601 Hatt Moritz Zerbstmans Witbe dem Ambte mit Vermeidung der Hüllfe(gerichtlicher Zwang) angelobt und zuegesagt, das ihr Sohn Michael Zerbstmann zwischen dato und künfftigen Ostern der 13 Thalr 6 Gr. versessenen Zinsen uf 110 Thlr. Capitall gewisse und ohne fernern Vertzug Vehig werden solle.
    Sie heiratete (1) Simon Bock, um 1575.
    Sie heiratete (2) Moritz Zerbstmann, 1590 in Kleinmühlingen (Bördeland) (Alter Moritz Zerbstmann 50 Jahre). 
    Sie heiratete (3) Joachim Müller, <1605 in Kleinmühlingen (Bördeland), † 1607 in Großmühlingen (Bördeland), Joachim: Zeuge von:  Catharina Zerbstmann & Valtin Kresse Heirat  1610
    Zeugin von:  Hans Zerbstmann & Magdalena Schütze Heirat  6.2.1616

 

  1. Jost Muncker, Religion ev,
    * um 1520 in Münkershütten (Siegen),
    † um 1585 in Münkershütten (Siegen), Beruf Hammerschmied,
    Beruf Gewerke, Beruf 1563-1584 Haingerichtsschöffe, Beruf 1577/78 Schultheiß-Amtsverwalter, Besitzer der "Munckershutte", Haingerichtsschöffe und Schultheiß-Amtsverwalter des Haingerichtes
    Nach dem Tode seines Vaters übernimmt Jost Muncker mit seinen Geschwistern das Erbe, den "Dielman Monckershamer".

    Im "Türkensteuerverzeichnis" von 1546 erscheint er als Hammerschmied und zahlt 3 Gulden 1 Albus Steuer. Vor 1563 wohnte Jost M. wahrscheinlich im elterlichen Hause in der Marburger Straße zu Siegen. Dann wird er Eigentümer des größten Hauses zu Münkershütten, das er 1563/64 erbaut hat.
    Aus der "Reichs- und Türkensteuerliste" von 1566 ist zu ersehen, daß sein Vermögen bei weitem das der anderen Bewohner des Hüttenortes übersteigt. Unter seinem Namen ist dort aufgeführt: 1 Haus und eine Scheune 150 Gulden, Garten 40 Gulden, Wiese 500 Gulden, Feld 320 Gulden, Hauberg 140 Gulden, 11 Kühe, 5 Rinder, Vorrat: an Kohlen 90 Gulden, an Eisen 300 Gulden. Forderung: 300 Gulden, Gesamtvermögen: 1840 Gulden, Steuer: 20 Gulden, der Höchstbesteuerte. Es werden bei seinem Hausstand noch aufgezählt: Jost (Knecht), Hanns (Knecht), Hans Oistheller, Philipp von Buschhütten und Elsa (Magd).
    Jost Muncker ist 1559 wie sein Bruder Jakob Käufer des Heiligen-Geist-Hofes. Mit seiner Frau Feighe erwirbt er 1573 den gräflichen Hauberg in der Engsbach.
    1567 ist er als einer der vier Vertreter der Hammerschmiede und Massenbläser bei Verhandlungen mit dem nassauischen Grafen Johann VI. genannt. Von 1563 bis 1584 ist Jost M. Schöffe am Haingericht und 1577/78 Schultheiß-Amtsverwalter daselbst.
    Er heiratete Esther Sophie Feighe Menger, um 1545 in Münkershütten (Siegen).

                             Kinder:

                          i   Margarethe Muncker * um 1545, † zw. 1585/1617.

                         ii   Hans Muncker * um 1545/50, † zw. 1600/1610.

22016.iii   Tilmann Muncker der Jüngere * um 1550, † 1624.

 

  1. Esther Sophie Feighe Menger,
    * vor 1532,
    † nach 1550.

 

  1. Hans Feldmann,
    * um 1525 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 29.1.1606 in Ferndorf (Kreuztal),
    Beruf Hofmann (auf dem Feldhof zu Ferndorf), Beruf ab 1562 Gerichtsschöffe, Beruf Kirchenmeister, 
    Er heiratete Grete Rode, um 1550 in Ferndorf (Kreuztal).

                             Kinder:

22017.  i   Gerdruth Feldmann * 1550, † März 1626.

                         ii   Hans Feldmann * 1560, † März 1621.

 

  1. Grete Rode,
    * 1530 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 17.4.1582 in Ferndorf (Kreuztal).

 

  1. Hans Sprenger,
    * um 1520 in Dillnhenrichshütten (Siegen),
    † um 1590/91 in Dillnhenrichshütten (Siegen),
    Beruf Hammerschmied,
    Er heiratete (1) Anna Fick, um 1550 in Dillnhenrichshütten (Siegen), * um 1530 in Dillnhenrichshütten (Siegen).
    Er heiratete (2) Elsgen Pfaff, um 1558, * um 1535. 
    Er heiratete (3) Hilla n.n., um 1563 in Ferndorf (Kreuztal).

                             Kinder von Hilla n.n.:

22043. i   Elsbeth Sprenger * um 1565, † 1607.

                         ii   Franz Sprenger * um 1565, † um 1600.

22018.iii   Johannes Sprenger * um 1565, † 1631.

 

  1. Hilla n.n.,
    * um 1540 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 1599.

 

  1. Johann Spieß,
    * 1537 in Müsenershütten (Siegen),
    † um 1572/73 in Schneppenkauten (Siegen),
    Beruf Hammerschmied,
    wohnhaft in Müsenershütten (Siegen), wohnhaft in Schneppenkauten (Siegen).
    Er heiratete Anna Catharina vor der Hardt, um 1564/65 in Ferndorf (Kreuztal).

                             Kinder:

                          i   Johann Spieß * vor 1572, † 1606.

                         ii   Antonius Spieß * vor 1572.

22019.iii   Godelieb Spieß * um 1568, † 26.2.1639.

 

  1. Anna Catharina vor der Hardt,
    * vor 1549 in Schneppenkauten (Siegen),
    † nach 1565.

 

  1. Hans Vetter,
    * zw. 1510/20,
    † 15.2.1583 in Müsen (Hilchenbach)
    Gewerke am Stahlberg zu Müsen,
    Er heiratete Thrin n.n., 1540.

                             Kinder:

22020. i   Neusgen (Dionys) Vetter * zw. 1545/60, † 16.9.1599.

                         ii   Hennen Neus.

                        iii   Konigundt Vetter.

                       iv   Hannes Neus * um 1552, † 1606.

 

  1. Thrin n.n.,
    * 1520 in Müsen (Hilchenbach),
    † 25.2.1586 in Müsen (Hilchenbach).

 

  1. n.n. Busch.

                             Kinder:

22021.  i   Margreth Busch * 1545, † 21.7.1617.

                         ii   Hannes Busch.

 

  1. Hans Schöler,
    * 1540 in Oberholzklau (Freudenberg),
    † <1591 in Oberhees (Kreuztal).

                             Kinder:

22022.i   Ebert Schöler * 1564, † 24.12.1613.

 

  1. Henrich Meckeln,
    * um 1550 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 1595 in Ferndorf (Kreuztal).
    Er heiratete Gretgen n.n..

                             Kinder:

22023. i   Grete Meckeln * 1570, † >1614.

                         ii   Barbara Meckeln * 1577, † 23.2.1603.

                        iii   Catharin Meckeln * 1579.

                       iv   Elisabeth Meckeln * 1582.

                        v   Johannes Meckeln * 1585.

                       vi   Johannes Meckeln * 1587.

                       vii   Hannes Meckeln.

                      viii   Johann Meckeln.

 

  1. Gretgen n.n.,
    * um 1550 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 30.6.1587 in Ferndorf (Kreuztal).

 

  1. Hein Welter,
    † 24.5.1591 in Osthelden (Kreuztal).
    Er heiratete Margreth n.n..

                             Kinder:

22029.i   Stein Welter.

 

  1. Margreth n.n.,
    † 2.1.1584 in Osthelden (Kreuztal).

 

  1. Gobeln Schantz,
    † in Ruckersfeld (Hilchenbach).

                             Kinder:

22030.i   Johann Schantz.

 

  1. Heinz Heinrich Martin,
    * 1535 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 27.2.1583 in Ferndorf (Kreuztal).
    Er heiratete Marlas Gela, 1560 in Siegen.

                             Kinder:

22031.  i   Threin Martin.

                         ii   Elisabeth Martin * 1565, † um 1610.

                        iii   Hans Martin * 1575, † Feb. 1624.

                       iv   Heinrich Martin * 1575, † 1627.

 

  1. Marlas Gela,
    * 1539 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 1599 in Frendorf (Kreuztal).

 

  1. Johann Schweisfurth, (siehe die gleiche Person oben # 22056)

 

  1. Barbara Flickinger, (siehe die gleiche Person oben # 22057)

 

  1. Hengen (Johannes) Reus,
    * um 1535 in Helberhausen (Hilchenbach),
    † 1587 in Hilchenbach.
    Er heiratete Feig Schweisfurth.

                             Kinder:

22073. i   Margretha Reus * 1560, † 2.9.1629.

                         ii   Leo Reus * 1560, † 1623.

 

  1. Feig Schweisfurth,
    * 1540 in Schweisfurth (Hilchenbach),
    † 1590 in Dahlbruch (Hilchenbach).

 

  1. Chonn (Konrad) vor der Hardt,
    * um 1520 in Schneppenkauten (Siegen),
    † zw. 1562-1563 in Weidenau vor der Hardt (Siegen),
    Beruf Hammerschmied, Gewerke. 
    "Er ist der erste, der den Namen Flender trägt: "Chönn Flendener". Dieser Name ist von Handelsbeziehungen zur Grafschaft Flandern hergeleitet, jenem linksrheinischen Gebiet also, zu dem um 1500 die Nassauer Grafen Engelbert II und Johann V direkte Handelsbeziehungen knüpften. Im 16. Jahrhundert festigte sich der anfängliche Beiname zum Familiennamen, so dass Chonns männliche Nachkommen diesen Namen annahmen".1
    Forschungs-Notizen: Dietmar Beyer gibt als Geburtsort Schneppenkeuten an.
    Bekannte Ereignisse in seinem Leben waren: Er war in Weidenau ("vor der Hardt") tätig als Hammerschmied und Gewerke.  
    Er heiratete Gela Latsch, vor 1547 in Weidenau vor der Hardt (Siegen).

                             Kinder:

                          i   Henchen Flendener * vor 1555, † zw. 1605-1611.

22042.ii   Johann Jacob Flender * 1563, † zw. 1620-1627.

 

  1. Gela Latsch,
    * um 1525 in Gosenbach (Siegen),
    † nach 1583 in Weidenau vor der Hardt (Siegen).

 

  1. Hans Sprenger, (siehe die gleiche Person oben # 44036)

 

  1. Hilla n.n., (siehe die gleiche Person oben # 44037)

 

  1. Hellmann Schumacher,
    * 1550 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 1599 in Ferndorf (Kreuztal).
    Er heiratete Elisabeth Irle, 2.2.1578 in Ferndorf (Kreuztal).

                             Kinder:

                          i   Philipp Schumacher * 2.3.1578.

                         ii   Justus Schumacher * 4.7.1579.

22044.iii   Johannes Schumacher * 2.6.1580, † 30.3.1639.

                       iv   Tillmann Schumacher * 17.6.1582, † 1585.

                        v   Johannes Schumacher * 19.1.1584, † 1599.

                       vi   Margret Schumacher * 25.4.1585, † 1585.

                       vii   Katharina Schumacher * 8.5.1586, † 1587.

                      viii   Henrich Schumacher * 28.4.1588, † 1599.

                        ix   Thomas Schumacher * 2.8.1590, † 1599.

                        x   Johannes Schumacher * 21.7.1594, † 1599.

 

  1. Elisabeth Irle,
    * 1560 in Siegen,
    † 27.8.1599 in Ferndorf (Kreuztal).

 

  1. Friedrich Kemper,
    * 1550 in Ferndorf (Kreuztal),
    † 18.8.1599 in Ferndorf (Kreuztal).
    Er heiratete Elsgen Schweisfurth, 5.1.1578 in Ferndorf (Kreuztal).

                             Kinder:

                          i   Tilman Kemper * 1579, † Okt. 1579.

                         ii   Johann Kemper * 1579, † Okt. 1579.

22045.iii   Merge Kemper * um 1581, † 3.12.1649.

                       iv   Elisabeth Kemper * 1583, † 8.9.1599.

                        v   Johannes Kemper * 1585, † 10.8.1599.

                       vi   Philipp Kemper * 1586, † 16.12.1586.

                       vii   Johannes Kemper * 1587, † 28.11.1588.

                      viii   Johannes Kemper * 1591, † 12.8.1599.

                        ix   Hermann Kemper * 1595, † 16.11.1636.

                        x   Henrich Kemper * 1596, † 22.4.1597.

                        xi   Friedrich Kemper * 14.10.1599, † 1641.

 

  1. Elsgen Schweisfurth,
    * 1560 in Schweisfurth (Hilchenbach),
    † 1633 in Ferndorf (Kreuztal).

 

  1. Hans Schweisfurth,
    * 1470 in Schweisfurth (Hilchenbach),
    † 1530 in Schweisfurth (Hilchenbach) (auch 1531 angegeben). Er heiratete Schreyel Schweisfurth.

                             Kinder:

44064.i   Johann Schweisfurth * 1520, † 1580.

 

  1. Schreyel Schweisfurth,
    * 1472 in Schweisfurth (Hilchenbach),
    † um 1534.

 

  1. Matthias Flickinger,
    * 1510 in Siegen.
    Er heiratete Catharina Margreth n.n..

                             Kinder:

44065.i   Barbara Flickinger * 1530, † Juni 1613.

 

  1. Catharina Margreth n.n.,
    * um 1510.

 

  1. Thomas Schumacher,
    * 1520,
    † 1578. Er heiratete Sophie n.n..

                             Kinder:

22058.i   Hans Schumacher * 1548, † 1593.

 

  1. Sophie n.n..

 

  1. Henrich Schneiderwin,
    † 19.7.1600 in Littfeld (Kreuztal).

                             Kinder:

22075. i   Margretha Schneiderwin.

                         ii   Jost Schneiderwin.

 

  1. Marcus Wickman, Religion ev,
    * um 1560.
    In den ältesten Kirchenrechnungen (1590 bis 1604 erhalten) erscheint ein Marcus Wickman 1590/91 mit 2 Thl. 9 Gr. alter Schuld; 1601/02 leiht er 2 Thl., 1602/03 10 Thl. Man kann als sicher annehmen, daß dieser Marcus W. der Vater des um 1588 geborenen Marcus W. war.

                             Kinder:

22400.i   Marcus Wickman * 1588, † Aug. 1674.



zurück

weiter

Erstelle deine eigene Website mit Webador